Während ich mir von The Devil Wears Prada die Ohren massieren lasse stelle ich mir die Frage ob es schlimmer ist auf der Sching Schang Schong Tastatur zu schreiben oder auf meinem deutschen Pendant bei dem gerade die L- und G-Taste kaputt gehen. Schön ist beides nicht.

Seid meinem letzten Update ist hier einiges passiert und ich habe vieles von der Schönheit gesehen mit der Japan nicht geizt, wenn man sich dafür begeistern kann. So waren Tim Steven und ich so frei einen Kurztrip Nach New York und Paris zu buchen, natürlich nur um schicke Fotos zu machen und unser Stipendium nicht verrotten zu lassen. Folgende Fotos sind dabei entstanden.

Der romantische Blick der sich uns eröffnet hat, nachdem die Sonne unter den Horizont geschlüppert war.

Der romantische Blick der sich uns eröffnet hat, nachdem die Sonne unter den Horizont geschlüppert war. Erinnert entfernt etwas an die USA oder?

Die ganze Szene aus einem anderen Blickwinkel

Unser kleiner Ausflug nach Paris, nur die Seine war nicht zu finden. Dafür aber viele kleine wuselige Japaner, die mit ihren Megphonen Werbung rausgeschriehen haben, dass dir schlecht wird

Der Beweis: Die Japaner haben einen an der Waffel und wir waren in New York

Der Beweis: Die Japaner haben einen an der Waffel und wir waren in New York

Viele meiner Leser fühlen sich scheinbar von meinen lyrischen Fähigkeiten aus dem Blogeintrag “Kirschblüten” verwöhnt und ich überlege echt, ob ich nicht aufhören sollte Mechatronik zu studieren und stadtdessen eine Kariere als Sprengben Kafka starte… 😀

Bisher war ich verzückt durch die Schönheit der Stadt, die riesigen Wolkenkratzer, die kleinen Details mit denen Japaner versuchen ihre Hauser zu Unikaten zu machen, dieses Wochenende allerdings durfte ich einen anderen Eindruck von dem Land der aufgehenden Sonne bekommen. Das Meer, es ist wirklich vorhanden. (auf einer Insel, wer hätte es gedacht J )

Vorletzten Samstag war ich in der Bucht von Tokyo die hierzulande Odaiba genannt wird. Das interessante ist, dass man auf diese Insel mit einer Straßenbahn fährt, die an die Hochbahn aus dem Heidepark erinnert. Man steigt in den Fahrerlosen Zug ein und schwebt ca. 10-15 Meter über der Stadt und fährt Haarscharf an riesigen Hochhäusern vorbei. Diese Bahn erinnerte mich zudem sehr an diese Adventure Fahrgeräte die es auf dem Schützenfest gibt, bei denen man sich in eine Kabine setzt und dann ein Video vorgetragen bekommt, während sich die Fahrgastkabine bewegt. So ähnlich muss man sich die Fahrt mit dem Zug vorstellen, total kitschig und schön, sodass man kaum wahr haben will, dass dieses wirklich gerade geschieht. Nach einer Handvoll Stationen erreicht man dann die Rainbow Bridge, die deutlich auf dem unten stehenden Foto zu sehen ist und fährt in einem 360° Bogen majestätisch hinauf um zuvor noch einmal das ganze Panorama des Hafens und der untergehenden Sonne genießen zu können.

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Auf der anderen Seite des Hafens, in Odaiba wartete dann endlich der Strand und der Geruch von Meer auf mich. Den Geruch von abgelutschten Fischernetzen allerdings, der sich ziehend in den Nüstern verankern wollte hätte sich die Szenerie allerdings sparen können, den haben wir schon genug mit all den fischelnden Suppen und Süßigkeiten die täglich auf Stäbchen kommen. Dennoch war das Bild einfach beeindruckend und ich wünschte mir natürlich sofort meine Süße her um diesen schönen Moment mit ihr teilen zu können. Nachdem die Sonne untergegangen war fing der Spaß allerdings erst richtig an, weil jetzt die Stadt zu erwachen begann. Die Hochhäuser wurden hell, die Brücke bunt angeleuchtet und der nachgebaute 10 Meter höhere Eifelturm, den die Japaner geklaut haben erhob sich voller macht aus der eindrucksvollen Skyline Tokyos. Ein paar Schritte weiter blieb mir für ein paar Sekunden der Gehirnsaft aus. Spinne ich oder ist das dort gerade die Liberty Statue? Ja, sie war es, die Japaner haben es wirklich geschafft auch dieses Weltkulturerbe in ihre Stadt einzubauen. Manchmal haben die Japaner echt einen am Rad, anstatt dass sie sich selber mal was cooles authentisches bauen stellen die sich hier die ganzen Kopien in die Bude rein. Aber ich möchte jetzt nicht darüber meckern, sonst hätte ich nicht meinen Flachwitz am Anfang des Eintrages machen können.

Fazit des abends war, dass Tokyo unglaublich viele Gesichter hat und mit unterschieden nicht zu unterschätzen ist, als auch, dass zwei Mini Stative nicht genug für drei Foto hungrige DSLR’s sind.

Das Panorama der Super Skyline

Das Panorama der Super Skyline

Am nächsten Morgen sind wir früh los um uns Kamakura anzusehen. Wer genauere Infos haben möchte sollte sich mal bei Papa Tim melden, der hier immer vorbildlich unsere Touren gestaltet und ihn mal fragen was denn wirklich das besondere an diesem kleinen Örtchen ist. Für mich war es kurz gesagt ein Platz mit extrem vielen kleinen Tempeln und Schreinen die teuer, dafür aber sehr schön waren , ein hoher Berg und die größte Bronze- Buddha- Statue der Welt.

Das interessante an Kamakura ist, dass es als Vorort von Tokyo schon wieder eine ganz andere Welt darstellt als der Stadtkern. So ist Kamakura grün. Ja, Tokyo ist eher grau. Kamakura war einfach nur grün, Bäume rechts, Bäume links und zwischen drinnen Blumen aller Art, die ich mit Freude fotografierte und dadurch jetzt auch meinen neuen Spitznamen besitze: Blumen Benni. Prost und Grüße an Oma Blümchen fällt mich dazu nur ein!

Nachdem ich mir ein paar Schreine angeschaut habe entschlossen wir uns eine Wanderung über den örtlichen Berg zu machen. Es war wirklich eine Wanderung über einen Berg und es war das erste Mal das Gefühl in der richtigen Natur zu sein seid ca. einem Monat. Ein tolles Gefühl wenn nicht die Luftfeuchtigkeit von gefühlten 700% gewesen wäre die gleichzeitig einen stark transpirierenden Effekt auf zwei deutsche Jungs hatte (einer hat aus unerklärlichen Gründen scheinbar keine Poren, mein Glückwunsch gilt ihm, ich brauche nur zu atmen, dann geht das Geöle schon los). Der Weg führte uns über Wurzelgeflechte, die ich so nicht einmal in Österreich erlebt habe und entlang von sehr steilen unbefestigten Hängen, die bedrohlich darauf lauerten dass man auf dem schlipprigen Lehm ausrutscht und sich den einen oder anderen Knochen neu kalibrieren lässt. Bei mir wäre es auch fast so weit gewesen, Gott sei dank bewahrten mich meine Snow- Ski- und Skateboardkenntnisste vor schlimmeren Übel und es blieb bei lehmig maritimbraunen Händen.

Auf der Hälfte des Berges kamen wir an einen Tempel an dem die Leute ihr Geld waschen und sich dadurch Reichtum und Glück im Leben erhoffen. Timm und Steven haben ihr Geld auch gewaschen und ich wünsche ihnen, dass sie Reichtum erfahren, ich allerdings glaube an einen Gott, dem nichts unmöglich ist und brauchte deswegen mein Geld nicht zu waschen, immerhin hat er mir bis jetzt an Geld nicht mangeln lassen J

Am Ende unseres „Jakobsweges“ wartete dann die größte Bronze- Buddha- Statue auf uns. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich dachte sie sei größer gewesen.

Nach diesem eindrücklichen Trip gab es für uns Bento und Bier, eine meiner Meinung nach unglaublich gute Kombination von Essen. Bento würde ich frei als Box übersetzen. Bentos sind wirklich sehr praktisch, denn in diesen Boxen findet man alle Arten von Japanischen Essen. Reis mit frittiertem, Nudeln mit zahlreichen Saucen, und was mich sonst noch vorstellen kann. Bentos kann man sich direkt im Geschäft warm machen lassen ohne Aufschlag zu bezahlen. Dieser Service ist echt ein herausstechendes Merkmal in Japan, die Menschen hier sind im Umgang mit Essen und ihrem Gegenüber um einiges humaner als in Deutschland. Kombiniert mit Bier und dem dieses mal wirklich entspannten Strandplatz den wir uns ergattert hatten war dieses das Sahnehäubchen auf einem sehr gelungenen Tag. Bleibt noch zu erwähnen, dass wir in Kamakura am Strand eine Gruppe US Navis getroffen haben. Ganz wichtig NAVI und nicht ARMY. Die Army ist für Deppen wurde uns erzählt, unter was wir die Navi gebrandmarkt haben bleibt hier unkommentiert.

Nächste Woche ist hier die Golden Week. Chaos pur, ganz Japan verreist in dieser Woche. Ich bin echt gespannt wie das aussehen wird. Der Reiseführer warnt ausdrücklich in der Golden Week zu verreisen.

Ein sehr schöner Garten in Kamakura, hier wäre ein Weitwinkelobjektiv angebracht gewesen

Noch eine schöne Landschaft

Der Japanische Baustil ist nicht zu übersehen. Die Dächer sind sehr ästhetisch, die Spitzen ziehen sich immer ein wenig nach oben

Der Japanische Baustil ist nicht zu übersehen. Die Dächer sind sehr ästhetisch, die Spitzen ziehen sich immer ein wenig nach oben

Das ist er, der spektakuläre Bronze Buddha

Das ist er, der spektakuläre Bronze Buddha (Zur Info für Micha, Marius und Daniel, Buddha hat riesige Tunnel, da müsst ihr noch ein bisschen für stretchen 🙂 )

I have always known it! He has been an Angel long long time ago

I have always known it! He had been an Angel long long time ago