Das Wetter hier macht mich fertig und der Sommer hat noch nicht mal begonnen! Laut Wetterbericht sind es 30 Grad Celsius und gefühlt sind es nochmal ein paar Grad obendrauf. Ich schwitze ohne etwas zu tun, was nicht heißen soll, dass ich nichts zu tun habe 😉

Leider war ich die letzten Wochen etwas nachlässig im schreiben von Blogeinträgen über das interessante Leben in Tokyo City.

Das lag allerdings hauptsächlich daran, dass mein Laptop nach und nach ganz den Geist aufgegeben hat. Ich habe mir letzte Woche in Akihabara einen neuen gekauft. Endlich kann ich wieder ohne größere Probleme meinen Aufgaben nachgehen. Wenn ich schon bei dem Thema Akihabara bin kann ich hier gleich ein bisschen berichten über einen Stadtteil, den es so in Deutschland wahrscheinlich nicht gibt.

Akihabara ist das Technikzentrum Japans würde ich behaupten. Es ist ein ganzes Stadtviertel nur mit Elektroläden, angefangen vom einfachen Wiederstand, über sämtliche Arten von Transistoren als auch Mikroprozessoren und zu guter letzt die Endverbraucherprodukte wie Computer, Kameras Fernseher, Handys und vieles mehr. (Wen es interessiert, auf Stevens Blog sollten Fotos zu sehen sein)

Auch hier gibt es unglaublich große Geschäfte, die versuchen mit ihrem Sortiment das gesamte Spektrum an Elektronikartikeln abzudecken. Auch hier wird natürlich nicht auf die Möglichkeit verzichtet sich mit einem Megaphon auf eine Leiter zu stellen und mit quäckigen Stimmen die neusten low Level Preise herauszuschreien. Es ist immer wieder beeindruckend mit wie viel Elan die Japanischen Angestellten ihrer Aufgabe im Rumschreiehen nachgehen. “ Irasshai, Irasshai, Irasshai” auf Japanisch: “イラッシャイ. Das klingt hier dann so wie bei uns auf dem Schützenfest oder bei den Marktschreiern wenn diese ihre Lose verkaufen wollen:”Gewinne gewinne gewinnnneeeee”.

Neben diesen Megastores gibt es allerdings auch die kleinen Läden die alles verkaufen was vor 2 Jahren + X mal „in“ war. Wieso diese Läden das tun und wie sie damit überleben können weiß ich nicht, aber anscheinend decken sie den Bedarf mehrerer Zielgruppen, denn auch diese Läden sind hochgradig frequentiert. So gibt es hier beispielsweise einen Laden in dem man einfach nur Ersatzdisplays kaufen kann. Ersatzdisplays für jede Art von Laptop und LCD Bildschirm, nur leider nicht für meinen Laptop. Desweiteren sind alte IBM Laptops hier der Hit und werden zu tausenden in den kleinen Geschäften angepriesen.

Das Hinterhältige an diesen Geschäften ist, dass man mit diesen Laptops aufgewachsen ist und noch die Zeiten kennt als diese Laptops 2000 Euro gekostet haben, Jetzt kosten sie nur noch 100-200 Euro und man wird schnell verleitet zu denken dass dieser Preis ja wirklich günstig ist und man so einen coolen Laptop ja auch noch gebrauchen könnte. Totaler quatsch! Eigentlich wird in diesen Läden nur Scheisse zu Gold gemacht, sprich Schrott verkauft, man sollte nicht dort hingehen.

Dennoch findet sich hier wirklich für alle Sorten von Technik Geeks der richtige Laden uns so konnte ich rein zufällig ein Tele Objektiv (Sigma 70mm-300mm) für Martins Digitale Spiegelreflexkamera finden für umgerechnet 12 Euro! Die Fotos sind wirklich gut für den Preis. Das werdet ihr auf den Sumo Fotos sehen können.

Genauso wie Shibuya ist auch Akihabara ein Stadtteil in dem sich kauflustige Individuen in den Ruin kaufen können.

Die kleinen Läden by the way stinken unheimlich wie mir bei diversen Geruchsproben aufgefallen ist. Ich kann mir wirklich keinen Reim darauf machen wieso es da meistens nach Altenheim und inkontinenten Opas riecht, aber ich musste wirklich 3-4 Läden vorzeitig verlassen weil es mir zu stark nach Muff gerochen hat.

Akihabara by night aus einem der unzähligen Geschäfte rausfotografiert.

Akihabara by night aus einem der unzähligen Geschäfte rausfotografiert.

Somewhere in Akihabara

Somewhere in Akihabara

M.M.C Coffee

M.M.C Coffee