Diese Aktion ist von allen wirklich die krasseste!

Seitdem wir in Tokyo angekommen sind haben wir uns vorgenommen eines Morgens zum Fischmarkt zu gehen und uns das bunte und bizarre Treiben anzuschauen. Heute soll es also sein, dass wir auf den größten Fischmarkt der Welt gehen. Dass ich allerdings um 2:15 anfange einen Blogeintrag zu schreiben hätte ich mir nicht im schlimmsten Alptraum vorgestellt.

Ich habe mich um halb 10 mit den Jungs in Shimbashi getroffen und war einmal mehr geschockt wie groß diese Stadt doch eigentlich ist. Nachdem ich diese Woche aus bestimmten ärgerlichen Gründen schon 4 mal in Shinjuka war, was by the way ein absoluter Tipp für jeden ist, der mal nach Japan kommen will, ist Shimbashi eine weitere Stadt in der Mega Stadt. Tausende bunte kleine Essensbuden, Kneipen und Pachinkos (große Zockertempel) zieren hier das Bild der Straßen. Auch die obligatorischen Wolkenkratzer fehlen hier natürlich nicht und sorgen dafür, dass man stets das Gefühl hat in New York zu sein… Auch wenn ich dort noch nicht war.

In Shimbashi gibt es eine Unmenge von kleinen Rahmen und andersnamigen Schnell-Restaurants von denen wir uns dann köstlich bekochen haben lassen um danach in unser Internetcafé zu gehen, aus dem wir dann am nächsten Morgen in Richtung Fischmarkt aufbrechen wollten.

Dieses Internetcafé zu finden hat sich mitunter doch sehr viel schwerer gestaltet als wir es gedacht hätten, dafür haben wir auf unserem Irrweg aber ein bisschen den Charme des Troubles auf der Straße einfangen und genießen können. Obendrauf haben wir noch eine richtig chillige kleine Kneipe gefunden die Mittwoch Abends immer Live Musik anbietet. Hier werde ich hoffentlich noch einmal hinkommen!

Auf unserer Suche nach dem Internetcafé waren wir nach ca. 15 Minuten suchen total lost in Tokyo und fragten aus Verzweiflung einen seltsam ausschauenden Kerl ob er nicht zufällig wüsste wo das Internetcafé XY ist.

Sensationellerweise hat er uns nur extrem seltsam angeschaut und meinte dann etwas verwundert “Genau hier”. Haha, bei den ganzen japanischen Zeichen findet man den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Wir sind dann in den 2. Stock gefahren und wollten uns dort anmelden.

Vielleicht sollte ich hier kurz erwähnen wieso wir in ein Internetcafé gehen wollten.

In Tokyo ist es aus mir unerklärlichen Gründen gang und gebe, dass Leute sich in einem Internetcafé für die Nacht einmieten um dort in den coolen aber zum schlafen meiner Meinung nach nicht geeigneten Sesseln zu nächtigen.

Man bezahlt für 5 Sunden ca. 10 Euro, hat frei Trinken, einen Computer, einen Fernseher mit DVD Player, einen Haufen DVDs und Pornos, was mir doch etwas unbehagt, einfach aus dem Grund, dass ich gar nicht wissen will was an dieser Tastatur, dem Sessel und allgemein überall hier klebt. Provisorisch habe ich erstmal alles was ich berühre Gereinigt^^ Ein gewisser Hygiene Standard muss meiner Meinung nach existieren.

Leider konnten wir in diesem ersten coolen Internetcafé nicht bleiben, weil eine Person von uns seinen japanischen Ausweis nicht mit hatte und der Japaner so nicht bestätigen konnte, dass er schon über 18 ist.

So mussten wir uns auf die Suche nach einem anderen Internetcafe machen und sind einfach aus Unwissenheit in die schrillsten Räume gekommen weil wir dachten dass dieser unscheinbare Laden ein Internetcafé sei. Diese Läden waren es auf jeden Fall nicht und auch keine Comicläden so wie Steven gedacht hätte, dass sie es seien. Tja, ohne Japanisch ist man in bestimmten Situationen dann doch mal dumm wie ein Kind ;D

Am Ende unserer Suche sind wir in diesem fragwürdigen Etablissement gelandet in dem jeder von uns jetzt einen privat Room mit ca. 2 Quadratmeter Fläche besitzt und 5 Stunden lang tun uns lassen will was ihm beliebt. Allerdings ohne Decke über dem Kopf und das ist neben dem Grund, dass ich nicht in der Horizontalen liegen kann sicherlich auch einer er Gründe warum ich jetzt um halb 3 nicht schlafe sondern hier sitze und auf dieser Gabber Tastatur schreibe, es ist einfach viel zu laut hier!

Ich bin wirklich gespannt was der nächste Morgen mal abgesehen von schlechter Laune aufgrund von Schlafmangel so bringt. Ich will auf jedenfall die größten Fische meines Lebens sehen und mindestens einen Hai der zum Essen angeboten wird, sonst weine ich 😀

Fotodimensionen sind dieses Mal etwas kacköÖö, hatte keine Zeit zum bearbeiten.

Die nice Sängerin die in dem Club in Shimbashi gespielt hat.

Ich in meiner kleinen gute Nacht Zelle

Steven in seiner gute Nacht Zelle, hier sieht man die Dimension etwas besser.

Tim beim Nachschub holen, alles inklusive

Boxen in denen Äpfel nach Japan eingeflogen werden. Wir sind aus Unwissenheit in das verbotene Lager gelaufen^^

Der Thunfischterminator bei der Arbeit, sieht fast aus wie Steine schneiden… Sollte Tim eigentlich zu gut kennen!

Diversfarbige Thunfische waren anzutrefen und zu begrüßen… Zum Teil lebten sie noch.

Fisch im eigenen Sut. Lecker!!!

Thunfische. Die Dinger sind in dem Fall Frisch gefangen und dementsprechend auch sehr teuer! So teuer, dass Touristen nicht anschauen durften wie sie versteigert werden.

Hier die zu versteigernden Objekte. Tiefgebrohrene Thunfische (wahrscheinlich aus dem Pazifik). Ich muss zugeben, dass ich mir noch nie Gedanken über Thunfische gemacht habe. Ich habe sie mir immer sehr klein vorgestellt, die Dinger sehen aber eher wie Fliegerbomben aus… Echt heftig was das für Fette Klöße sind.

Der nette Rausschmeißer mit dem süßen Überbiss^^

Es war fast das erste Mal, dass ich hier einen grammatikalisch richtigen Satz gesehen habe, aber auch nur fast^^

Versteigerung der gefrohrenen Thunfische, das ist ein ganz schönes Geschrei, wenn es dann losgeht. Die ganze Prozedur ist ein bisschen wie ein Rapbattel abgehalten, Pretty cool!

Muscheln , cooles Foto!

Ein sehr schicker Oktopus. Sie schmecken allerdings nach nichts, das aussehen würde ja Hubba Bubba Geschmack vermuten lassen.