Meet the Mokos war das Thema an dem heutigen Sonntag und da dieses die zweite sehr interessante kulturelle Erfahrung mit japanischen Einheimischen werden sollte lies ich mein Super Mittagsdining, dass ich sonst sonntags immer mit meinen Freunden aus der Gemeinde habe einfach mal ausfallen. Um halb 3 sind wir zu Moko gefahren. Aber wer ist Moko? Moko ist Tim’s „Japaner“. Moko sorgt dafür, dass es Tim in seinem Labor „gut“ geht, allerdings sollte man dazu gleich sagen, dass dieses Umsorgen einem auch ganz schön auf den Sack gehen kann und mitunter des Öfteren Unverständnis hervorruft. Zur Verteidigung Mokos sei aber angemerkt, dass einige Verhaltensweisen deutscher Seite auch das Unverständnis der Japaner gebärt.

Mokos Plan für den Tag hörte sich für uns zuerst wie ein Kindergeburtstag an: Tischtennis spielen, mit der Familie essen gehen und danach alle zusammen ins Schwimmbad zum planschen. Der Plan entpuppte sich dann allerdings bis auf das Tischtennisspielen bei dem wir uns mal wieder leer schwitzten als sehr gute Idee. Das Tischtenniszocken war sehr anstrengend und bei 30 Grad im Raum und Regen draußen ohne Klimaanlage echt nicht zu ertragen. Ich habe Literweise Wasser verloren und die gute Nachricht ist, dass es noch heißer werden soll. GROßARTIG! Nach diesem Erlebnis bei dem uns die Dorfkinder angeschaut haben als seien wir „weiße Götter“ J, ich übertreibe, sind wir durch den Regen zu „the Mokos“ gegangen.

Angekommen haben wir nicht schlecht gestaunt. Ein Haus mit elektrischem Tor und Kameras am Eingang. Wenn einer von euch einbrechen will sollte er wissen, dass die Kamera nur ein Fake ist. Hach ja, zu geil die Japaner!

Auch von innen machte die Butze einiges her. Im Wohnzimmer ein ca. 30 cm hoher Tisch, ein Klavier, auf dem allerdings keiner spielen kann und viele kleine urige Dinge hier und da. Daneben war ein typisch japanischer Raum mit diesen Tatami Matten, auf denen man in manchen Hotels auch schlafen muss. Eine kleine Treppe führte zu der Küche hinauf, die wir allerdings nicht zu Gesicht bekommen haben. Auch hier war der Krokus um es mal in Tims Worten auszudrücken wieder beheizt und mit Wasser ab in die Poporitzestrahl!

Uns wurden von der Familie feinste Leckereien serviert und Mama Mocko und Schwester Momocko 😀 bereiteten das Sushi soweit vor, dass wir es uns nur noch selbst zusammen bauen mussten. Eine sehr tiefgehende Erfahrung mit einer japanischen Familie Sushi zu essen. Zu oft mussten wir uns anhören, dass wir zu viel Reis in die Algenblätter getan haben, weil wir natürlich überhaupt keine Ahnung von der Dosierung hatten und der sehr klebrige Reis für uns nicht dosierbar war.

Für uns gab es noch feinstes Bier, dass echt fast an das deutsche Bier herankam, nur Preislich mit 3 Euro für einen halben Liter aus der Dose natürlich nicht mithalten konnte. Danach wurde von Papa Moko die zwei Literflasche Sake aus dem Regal gezaubert und die haben wir dann zu 5. Mit ihm zusammen weggezischt. Für uns kein Ding, er allerdings konnte nicht so ganz glauben, dass wir das ohne Probleme wegstecken und war am Ende des Abends auf jedenfall gut dabei. Mein Sprichwort ist und bleibt „never drink beer with a German nor Vodka with a Russian“.

Nach diesem wirklich feinen Essen und der absolut interessanten Gemeinschaft haben wir uns dann aufgemacht in Richtung Onsen. Da es kein Naturonsen war kann man das Ganze mit einer extrem gut ausgebauten Spa- Landschaft vergleichen: Sauna, sehr viele Blubberbecken (heiß und kalt) und der absolute Hammer, eine Landschaft mit ca. 40 Grad heißen Wasserbecken direkt unter freiem Himmel mit Blick auf die Sterne so wie beheizte Steinplatten die von Wasser überströmt werden.

Ein Onsen ist auf jedenfall einer der Höhepunkte japanischer Kultur und auch die Waschung (hier mit 6 verschiedenen Lotionen, Shampoos und Conditionern) ein absolutes Highlight und meiner Meinung nach sehr zu empfehlen wenn man mal in das Land der aufgehenden Sonne reisen sollte. Fotos gibt es von dem Onsen leider nicht, denn Abendkleidung war der menschliche Körper, den ich hier in seiner Pracht nicht vorstellen möchte.

Tim konnte es vor Freude kaum aushalten endlich bei Moko zu Hause zu sein und dazu auch noch das leckere Sushi… Ja scheisse, da kommen sogar dem Papa die Tränen!

Die Chillergang ließ es sich auf dem Sofa gutgehen.

The Mokos und ich, Links der Vater, daneben die Mutter, im Hintergrund die Schwester Momoko… Geiler Name oder? und ich!

Das sehr gute Highclass Bier und ein paar Leckere Sushi Zutaten im Hintergrund sowie irgendwas gelbes rechts und links japanisches Tempura.

Den Sake den wir weggezischt haben. Dieser schmeckt sehr angenehm und geht gut den
Rachen hinunter. Ganz anders als der Supermarkt Fusel den wir hier mal angetestet haben.
Laut Mokos Vater wird Sake in Japan aber immer seltener, da es sehr schwer ist diesen
herzustellen und die jungen menschen keine Lust dazu haben, weil es zu Anstengend ist.
Zudem soll der Wasservorrat knapp werden. Keine Ahnung ob das nur eine Suffgeschichte
war.

Die drei haben sich sofort verliebt, aber Jack Sparrow hat sie mal wieder abbekommen!!!

Japanisches Tatamimattenzimmer.

Moko in lustiger Pose. Den werdet ihr noch kennenlernen, wenn er als Ausstauschstudent nach Hannover kommt.

Moko und ich beim Essen. Ich schaue wie ien Kamel 😀

Nochmal die Familie.

Ohhhhooooo Hannover seems to be a very big and nice city. Eins unser Gastgeschenke, ein Buch über Hannover. Unglaublich was die Werbemenschen den Fotos angetan haben, sodass man den Eindruck bekommt Hannover wäre echt eine Ultra Start.