Empfindet ihr genauso wie ich? Die Zeit läuft extrem schnell vor sich hin. Letzte Woche war ich noch in Singapur und habe mir die Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft angeschaut und heute ist Spanien schon Weltmeister…

Es fühlt sich so an als sei dies alles erst gestern passiert.

Ich bin jetzt wieder zu Hause und habe bereits Klausur 1/7 gekillt, strike!!! Danke an euch, die ihr mich supportet, durch Gebete, Geld, Motivation und Zeit.

Meine Reise nach Singapur zu der Robotikweltmeisterschaft war eine super Erfahrung und auch wenn unsere Jungs wesentlich besser hätten abschneiden sollen so habe ich für mich viel gelernt. Mir wird es jetzt wesentlich leichter fallen die Schüler in der Goetheschule auf die nächsten deutschen Meisterschaften sowie die Weltmeisterschaft 2011 in Istanbul vorzubereiten.

Eine solche Weltmeisterschaft ist eine Interessante Erfahrung. So steht natürlich die Leistung der Teams im Vordergrund, aber auf das Miteinander entfällt ein weiterer großer Teil der Erfahrungen. So müssen Schüler aus Deutschland mit Schülern aus Südafrika, China, Indien, Israel, Russland und weiteren Ländern Erfahrungen und Skills austauschen und das auf Englisch. Für Menschen die es nicht gewohnt sind auf Englisch zu kommunizieren ist das eine große Herausforderung, das könnt ihr mir glauben. Nicht jeder fühlt sich im Umgang mit Englisch komfortabel.

Ihr fragt mich immer wieder was habe ich in Singapur getan. Ich möchte es euch kurz beantworten. Ich bin als Coach der Goetheschule nach Singapur gefahren um zwei Schüler zu unterstützen die sich bei den deutschen Meisterschaften für das internationale Turnier qualifiziert haben. Meine Hauptaufgabe lag darin den Schülern an stellen zu helfen an denen sie nicht weiterkommen, nicht aber deren Arbeit zur Perfektion zu treiben, denn sonst könnte ich an dem Turnier teil nehmen. So gebe ich Ideen wie „Hey Jungs, seht ihr, dass der Roboter nicht gerade fährt? Baut doch mal einen Ultraschallsensor in das System ein mit dem ihr den Abstand zur Wand bestimmen könnt und den Roboter so an der Wand ausrichtet“. Darüber hinaus war ich dort um mit den Lehrern die Vision für die nächsten Jahre der AG auszuarbeiten, da die Arbeit inzwischen recht professionell geworden ist und nicht ohne ein strukturiertes Konzept fortgeführt werden kann. Auch an diesem Punkt sind viele wichtige Ideen entstanden die weitere Erfolge des Teams sichern werden.

Ja und natürlich Industriespionage, wie in der Formel 1. Schauen was die Konkurrenz kann und macht. Apropos Konkurrenz. Mich wundert es wie 15 Jährige so perfekte Roboter bauen können, vor allem wenn statt Lehrern der Vater als Unterstützung mit kommt, der ein absoluter Ingenieursgeek ist… 🙂

Jetzt kommen Klausuren 2-7. An diese werde ich mich jetzt setzen.

E = m c²  [Explored]